NaBloPoMo Tag 11 – Fangemeinde

Nachdem ich gestern einfach mal hab ausfallen lassen bin ich heute tagesaktuell^^
Wobei ausfallen lassen ist nicht so ganz richtig. Ich habe geschrieben, aber nicht veröffentlicht. Ich hab eher ziemlich lange Zeit damit verbracht nach Podcast-Bastel-Speicher-Möglichkeiten zu suchen, einfach weil das ein Text wurde der gesprochen viel mehr Sinn ergibt als gelesen. Ich würde so was Gesprochenes gerne ausprobieren, bin aber noch nicht fündig geworden wie und wo und überhaupt. Aber der Text steht und auch viele andere, und es wird mir nicht weglaufen. Und da mir auch keine Zitate eingefallen sind die irgendwie „typisch ich“ sind hab ich es einfach gelassen ^^

#11 Fangemeinde – Wovon bist du Fan? Warum? Oder warum nicht?

Uaah, ich finde Fantum grausam. Also dieses Gekreische und blind unüberlegte Jemandengutfinden.
Schon als Kind und als Jugendliche war mir fremd was um mich rum passierte. Meine Klassenkameradinnen schwärmten für irgendwelche Jungs irgendwelcher Boygroups die ich furchtbar fand. Das Verhalten der Mädels ging mir mehr als auf den Keks und ich hab es schlicht nicht verstanden. Warum kann mensch einen anderen so bedingungslos gut finden und nichts hinterfragen?! Personenkult hat etwas Beängstigendes.
Ich hatte glaub ich nie irgendwelche Bandposter an der Wand hängen. Und nie meine Schulhefte mit den Bravo/Popcorn-Aufklebern beklebt. Ich hab die bestimmt noch irgendwo in einer Kiste rumfliegen ^^
Und trotzdem war ich auf Konzerten und als ich älter war ging ich regelmäßig zum Fußball. Und ich hab jedes Mal nen Hals bekommen wenn um mich herum orgiastisch gekreischt wurde oder manche Fußballfans ihr Hirn am Stadioneingang abgegeben haben. ICH wollte das Event schauen, das Spiel, die Band, die Musik. Ich habe da nichts und niemanden gefeiert.
Aufgrund meiner Distanziertheit und Nüchternheit wurde mir oft vorgeworfen ich wäre emotionslos und dumm und scheisse und kein Fan und und und und.
Aber wenn es heißt dass ich meinen Anstand, mein Benehmen, mein Sein bedingungslos jemandem hinzugeben habe und die Person in den 20. Himmel zu heben und anzubeten habe – dann möchte ich auch nie nie nie Fan genannt werden. Ein „Du bist nur Fan wenn Du das und das machst und denkst“ ist nicht meines.

Ich finde vieles gut. Ich mag Bücher mancher SchriftstellerInnen lieber als andere.
Ich mag manche Filme lieber als andere und kann ganze Passagen mitsprechen
Ich mag manche Bands und MusikerInnen lieber als andere.
Ich sympathisiere mit manchen Fußballvereinen mehr als mit anderen.
Ich schaue manche Sportarten lieber als andere.
Ich habe mir das ein oder andere Buch signieren lassen, habe das ein oder andere Autogramm, und meine Fussballweste in die ich seit Jahren nicht mehr reinpasse hat ganz ganz viele Unterschriften.

Wikipedia sagt „Ein Fan ist ein Mensch, der längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für ihn externen, öffentlichen, entweder personalen, kollektiven, gegenständlichen, abstrakten oder sportlichen Fanobjekt hat und in die emotionale Beziehung zu diesem Objekt Ressourcen wie Zeit und/oder Geld investiert.
Gut, danach wäre ich wohl Fan.
Ein Fan von Computerspielen. Denn da stecken Zeit und Geld und auch eine gewisse Leidenschaft drin.
Früher war ich dann wohl Fußballfan, soviel wie ich in Stadien war. Dazu hatte ich hier schon mal was geschrieben.
Aber ich habe mich nie dabei der Masse untergeordnet.

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