NaBloPoMo Tag 15 – Weit weg

#15 Weit weg – Wie weit warst du jemals von zu Hause weg?

Ich war direkt nach dem Abi für drei Wochen in Israel auf einem Art-Camp. Vom Jugendherbergswerk organisiert und sollte eine Art Begegnungstreffen mit Israelis und Deutschen auf der Basis „Kunst und Kultur“ werden. Eigentlich wollte ich nach dem Abi nach Chicago. Ich weiß nicht warum, aber die Stadt wollte ich unbedingt sehen, und ich hatte damals eine Austauschschülerin als Bekannte, die mir anbot dass ich bei ihnen einige Zeit Gast sein könnte. Aber der Flug war so teuer und meine Ersparnisse hätten nicht ausgereicht – und da kam dann das Angebot vom Jugendherbergswerk genau richtig. Und ich dachte mir dass ich leichter mal nach Amerika fliegen könnte als nach Israel, wo ja schon immer eine etwas kritische Sicherheitslage herrschte.

Also bin ich im Hochsommer drei Wochen in der Wüste gewesen, in einer kleinen Stadt mitten in der Negev. Mit 15 Deutschen. Israelis waren leider nur sporadisch anwesend, und die Kommunikation gestaltete sich eher schwierig wenn sie denn mal da waren. Englisch konnten sie kaum – und Russisch nur eine von uns, und das auch eher schlecht. Aber mit Händen und Füßen ging allerhand ^^. Zwei der drei Wochen standen ganz im Zeichen von Kunst und Kultur, wir besichtigten Sculpture Parcs, haben getanzt, getöpfert, Farbe selber gemacht, Wanderungen durch die Wüste unternommen, einen unbezahlbaren Sternenhimmel erlebt, mit Beduinen Tee getrunken und und und und. Die andere Woche galt dann eher dem Sightseeing, wenn mensch schon mal dort ist sollte auch mal ein Fuß ins Tote Meer oder in den See Genezareth gehalten werden. Ach es gab so viel zu sehen, zu riechen, zu spüren – es war einfach toll.
Ich hatte damals gedacht, dass ich im Rahmen meines Studiums eventuell ein Auslandssemester in Israel hätte verbringen können, aber nun ja, das klappte nicht, war nicht finanzierbar und wer weiß wozu es gut war.

Das war meine weiteste Reise bisher.
Und vermutlich werde ich so schnell auch nicht wirklich „weit“ weg kommen. Fliegen ist nicht meines, und umwelttechnisch auch eher nicht so vertretbar (alle 10 Jahre ein Fernflug – da können wir drüber reden). Und das wichtigste überhaupt – wohin? Dieses Fernweh von dem mensch immer wieder hört, das hat mich nie wirklich gepackt. Na klar, New York möchte ich schon mal sehen, und ganz entfernt ist immer noch der Traum mit dem Wohnmobil durch die USA und Kanada zu fahren. Aber das ist nicht finanzierbar und es sträubt sich in mir im Moment den USA irgendwie meine Kohle in den Rachen zu schieben.

Schön kann es auch in der Nähe sein.
Hauptsache Wind und Meer – das reicht mir schon.

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