*Februar 1932 – †August 2015

Ich war vielleicht dreimal im Jahr bei meinen Großeltern, obwohl sie nicht weit weg leben. Aber die Besuche waren immer, vor allem als ich älter wurde, unerträglich.
Als kleines Kind gab es Eis, Süßigkeiten, Geschenke und Wurst aufs Brot, was es bei uns daheim nicht oft gab. Überhaupt Süßigkeiten. Es gab immer Berge davon, und es wurde immer gefressen wenn wir da waren.
Als ich älter wurde merkte ich, dass mir das Ganze nicht mehr so gefiel.
Klar hab ich gern süßes gegessen, zumal es zuhause sowas halt kaum gab.
Klar hab ich mich über den zugesteckten 20er gefreut.
Aber ich war politisch interessiert, meine Eltern nicht Mainstream. Und das passte irgendwie nicht zusammen, ich fand das Gerede furchtbar, die Hetze gegen alles was anders ist. Ausländer, Schwule, Linke und überhaupt.
Irgendwann verweigerte meine Mutter die Besuche. Sie ertrug sie nicht mehr, auch nicht die unterschwellige Missachtung ihr gegenüber.
Wir waren alle nicht wichtig, wir konnten nix und uns wurde nicht wirklich zugehört. Ich erzählte von meine Musik oder anderen Dingen – und wurde unterbrochen oder es wurde benutzt um sich selber in den Mittelpunkt zu setzen. Ein „das ist gut“ oder „das finde ich toll“ gab es nie.
Aber Geld. Und Süßkram.

Meine Großmutter wurde im Laufe der Jahre immer dicker, und ging nicht mehr raus, schaute ausnahmslos Naturfilme und las wenn dann die Bild oder ein Rätselheft. Einkaufen ging mein Großvater. Als einer der beiden zur Kur sollte ging es nicht problemlos. Es durfte keiner allein zu Hause bleiben, und der andere musste mit. Krankenhausaufenthalte wurden so zu Problemen, weil „ich kann ihn/sie ja nicht allein lassen“. Trägheit dominierte das Bild, Ignoranz und Verachtung allen anderen Gegenüber.
Als wir meinem Großvater zum Geburtstag mal einen kleinen Weltempfänger schenkten, weil er technisch doch interessiert ist und so was zum Drehen und Basteln hätte – leuchteten seine Augen auf als er ihn in der Hand hatte. Und nur wenige Augenblicke später machte meine Großmutter alles zunichte „wir sind zu alt, wir können sowas nicht mehr, sowas ist nichts mehr für uns“. Bei meinem Großvater erstarb das Leuchten. Das tat weh zu sehen.

„Pass auf dass Du nicht so wirst wie Deine Großmutter.“
„Das sind die G.schen Gene, da musst Du aufpassen, schau Dir Deine Großmutter an“
„Die Gene der Familie sind nicht gut, taugen nicht“
„nichts leisten und nichts geleistet haben – aber anderen vorwerfen dass sie was erreichen wollen…“
„Die hat doch keine Depression“
„Wie, Depressionen hast Du, ja Deine Großmutter ja angeblich auch“
„Der Menschenschlag aus Ostholstein ist so, die ticken ein wenig seltsam“

Unendliche solcher Kommentare seitens meiner Mutter prägten mich seit meiner Jugend.
Mir tat mein Vater leid, der damit ja auch immer wieder runtergemacht wurde.

Als ich ausgezogen war zu Hause hab ich meine Großeltern noch einige Male besucht, es dann aber immer mehr gelassen, das letzte Mal nach längerer Besuchspause war ich am Bundestagswahltag da. Mein Mann ertrug es kaum und wollte gleich wieder weg.
Der Kontakt beschränkte sich lange nur auf Telefonate zu den Geburtstagen, die auch immer kürzer und noch unerfreulicher wurden.
Jahrelang wurde steigernd von Depressionen erzählt, davon dass nichts mehr geht, dass keine Medikamente helfen würden.
Jeder Ratschlag, jedes Hilfeangebot wurde brüsk abgelehnt. Von Duschhilfe, Hausnotruf über Fahrten zu Ärzten etc. – alles war falsch und kam einem Affront nah. Mein Großvater half meiner Großmutter beim Waschen, beim Toilettengang, beim Anziehen – er machte alles für sie. Und sie nörgelte nur über alles.
Für meinen Vater muss das alles noch schlimmer gewesen sein als für mich.

Vor einigen Wochen verstarb meine Großmutter.
Mit 83.
Und selbst in den letzten Tagen/Wochen verweigerten beide jede Hilfe, der Hausnotrufinstallateur wurde wieder weggeschickt, der Pflegedienst durfte auch nur einmal am Tag kommen und ein dringend benötigtes Pflegebett wollten beide ebenfalls nicht. Meine Oma wollte niemanden da haben und alles sollte mein Großvater erledigen. Windeln wechseln, waschen etc. Der Gute ist ebenfalls Anfang 80 und nicht wirklich fit.
Beerdigt wurde sie mittlerweile wohl, wie gewünscht anonym.
Ohne Feier ohne alles – es ist ja auch keiner da der da hätte hingehen können.
Es wird eine Rechnung geben und damit ist das Thema Großmutter erledigt.
Irgendwie komisch.

Vor einigen Tagen telefonierte ich mit meinem Großvater, wollte schauen wie es ihm geht.
Und ich war total überrascht.
Er klang gelöst, fast fröhlich. Und wirkte nicht wie ein frischer Witwer.
Er erzählte wie sie gestorben ist und was er alles noch gemacht hat und dass es ja doch irgendwie ging.
Und dann meinte er dass es wohl besser so ist. Dass sie tot ist. Dass er nun seine Sachen machen kann, nun darf er ungestört seine Figürchen auf dem Schrank abstauben. Und er hätte da Freude dran.
Dann erzählte er sehr offen (auch das hat mich mehr als überrascht) davon, dass meine Großmutter schon seit langer Zeit immer wieder drum bettelte dass er sie umbringt, mehrmals täglich. Sie würde nicht mehr wollen und er soll das erledigen. Er hat alle Medikamente versteckt und aufgepasst und es ihr irgendwie noch mehr recht gemacht. Aber umbringen, nein das konnte er nicht nach fast 60 Jahren Ehe. Und er fand es auch nicht gut dass sie ihm diese Bürde auferlegen wollte.
Und deswegen sei es gut dass es nun zu Ende sei. Für sie. Und auch für ihn.
Und er erwartet das versprochene „Rentnerhandy“ für Notfälle mit einer gewissen Neugier. Ich hoffe, mein Vater hat so ein Handy mittlerweile bekommen.

Ich freu mich, wenn mein Großvater nun noch einige Jahre hat, und ich denke ich werde häufiger mit ihm telefonieren, so offen und witzig hatte ich ihn bisher nie erlebt.
So hat der Tod meiner Großmutter irgendwie doch vielleicht einiges Gutes.

Aber das Ganze rund um „bring mich um bring mich um“ liegt mir wie ein Stein im Magen. Ich sag ja immer wieder dass mensch niemanden aufhalten kann und auch nicht unbedingt soll.
Wer nicht will will halt nicht.
Aber andere es machen lassen? Wenn es selber noch geht? Das finde ich so frech, so gemein und das macht mich wütend.

Und – ich vermisse meine Großmutter nicht und ihr Tod hat mich völlig kalt gelassen. Ich weiß nicht ob ich „mehr“ erwartet hab.

behindert-werden-Frust

Ich bin irgendwie angefressen.
Seit Tagen schon.
Ich lese von Inklusion, Integration, irgendwelchen Tagungen wie alles besser gemacht werden können soll und und und und.

Ich bin nicht behindert. Ich habe keine Papiere die dies bezeugen.
Ich brauche keinen Rollstuhl (mehr), ich gehe „nur“ an Krücken, und das ja auch nur weil ich nichts für mich tu. Alles andere sieht mensch mir nicht an. Ich solle mich nicht anstellen, soll hier soll da. Ich hör immer nur ich soll das machen und jenes und dann wird das schon, ich müsse doch nur und überhaupt.
Es kann Euch allen total egal sein warum ich gerade an Krücken laufe, und ob ich mit mehr Training sie vielleicht nicht mehr brauchen würde. Jetzt gerade geht es nicht ohne, und ich bin echt froh, dass ich nicht mehr vor Schmerzen wochenlang, ja, WOCHENLANG, im Sitzen geschlafen hab und jede noch so kleine Bewegung mir vor Schmerz die Luft nahm und ich im Rollstuhl saß weil nichts mehr ging. Also kommt mir nicht mit „bist selber schuld tu was bla bla“ .
Es kann Euch auch egal sein wie lange ich schon die Dinger benutze und wie lange ich sie noch benutzen werde – und wenn es 20 Jahre sein könnten.

Verdammt, ich will nicht sollen müssen, ich will nur einfach wie alle anderen auch „draußen“ das bekommen, was anderen auch zur Verfügung steht.
Keine speziellen Dinge, nichts Besonderes, ich will nicht den Hintern gepudert bekommen.
Nur das, was mensch halt mal brauchen könnte, was irgendwie jedem Menschen „zusteht“. Und was vielleicht mal einen Moment einen vergessen lassen könnte, dass mensch halt doch nicht so ganz normal ist.

Dass mensch nicht per Knopfdruck die Gesellschaft umprogrammieren kann ist schon klar, aber ich möchte doch von Ärzten, Therapeuten, Anwälten und anderen öffentlicheren „Institutionen“ erwarten können dürfen, dass sie zumindest auf ihrer Webpräsenz ein klein wenig Informationen zu ihrer „Barrierefreiheit“ angeben können. Gerade Anwälte und Psychotherapeuten brauchen scheinbar für ihr Ego eine Topadresse in einem TopAltbau in einer TopGegend. Dass mensch als gehandicapter Mensch einfach mal angeschissen ist spielt keine Rolle. Parkplatz irgendwie in Reichweite –wozu? Fahrstuhl? Nee, warum auch, mensch kommt ja nicht mal in das Gebäude rein, da nutzt ein Fahrstuhl dann auch nichts. Ich brauch keinen Rolli. Aber leider brauch ich Krücken. Ich kann natürlich auch mal ein halbes Stockwerk hochhüppeln. Aber dazu bräuchte es wenigstens ordentliche Handläufe. Aber wenn mensch schon nicht mal in das Gebäude reinkommt weil Altbauten ja so schöööne handlauffreie steile Treppchen im Eingang haben, dann braucht’s auch drinnen kein „gutes“ Treppenhaus.
Ich hab kein Problem damit, wenn sie aus Prestigegründen oder warum auch immer solche Kanzleien und Praxen haben wollen. Aber verdammt – dann sollen sie mir gleich auf ihrer Webseite den Hinweis geben „sry – Altbau, nicht barrierefrei“.
Und am Telefon dann direkt zu fragen ist mal echt scheisse. „Anwalt xy möchte sich auch nicht außerhalb seiner Kanzlei im Café mit Ihnen treffen, so etwas machen wir nicht“
Ich habe mehrere Stunden diverse Anwaltskanzleien kontaktiert, und nur EIN Anwalt war völlig selbstverständlich bereit sich mit mir um die Ecke in einem Café zu treffen.

Meine Therapeutensuche scheitert im Moment nicht nur daran, dass sie alle keine Zeit haben die nächsten 12 Monate und sich vorher auch gar nicht mal zu einem Erstgespräch bequemen wollen, es scheitert auch daran dass ich bei allen, die Zeit haben könnten abklären muss ob ich mit Krücken eine Chance habe in die Praxis zu kommen – und viele irgendwo im Altbau ihre Praxis haben. Von den erstaunten, irritierten Schwankungen in der Stimme mal ganz zu schweigen. Und begründen wieso und warum und inwieweit ich gehandicapt bin spielt jawohl erstmal keine Rolle. Ob ich drei Arme habe oder keine, im Rolli sitze oder was auch immer – ich hätte gerne einen Therapieplatz. Für meine Seele.

Es ist frustrierend, demotivierend und macht mich echt wütend.

Meine neue Zahnarztpraxis ist geräumig, groß behindertengerecht, sogar mit entsprechender Toilette. Es gibt auch einen Gehörlosenzahnarzt dort. Also alles sehr fortschrittlich und es hört sich super an. S-Bahn, Bus – alles direkt vor/neben der Tür.
Schön.
Ich hätte ja gerne eine Parkmöglichkeit. In unmittelbarer Nähe, gerne auch kostenpflichtig. Nicht nur, weil ÖPNV für mich sehr schwer zu nutzen ist (um dahin zu kommen müsste ich mehrfach umsteigen), sondern auch weil ich auf dem Weg zum Zahnarzt einen gewissen Sicherheitsraum brauche, in dem meine Angst/Panikattacken (auch ein Handicap btw. nur eben nicht so sichtbar) mit Erbrechen bzw. Rumwürgen „platz“ haben. Im Bus oder in der Bahn – sorry, nein. Und im Taxi auch nicht.

Ich würd gern auch mal wieder einen Cocktail trinken gehen, oder was essen, oder Billard spielen oder Flippern oder was weiß ich. Aber wo? Ich suche durchs Netz und finde nur spärliche bzw. gar keine Infos. Parkplatz in der Nähe? Toilette irgendwie ebenerdig und nicht im Keller oder in der Etage drüber (ich käme ja mit einigen Stufen problemlos zurecht) – alles Fehlanzeige.
Vor etwa einem Monat hab ich auf einer Internetseite die Top Frühstücksadressen in HH gefunden, aber nirgendwo war ein Hinweis wie es dort ausschaut, ob ich mit Krücken/Rolli eine Chance habe diese hippe Location besuchen zu können. Aber ich weiß wie lecker und hübsch und vintage der Laden rüberkommt.
Ich hatte per Kommentar darum gebeten, doch in Zukunft einfach mit drauf zu achten und auch zu erwähnen wie es da ausschaut. Wäre ja kein extra Aufwand, da ja eh jemand vor Ort den Laden testet.
Bisher gab es keine Reaktionen. Null nada niente nischt.
Eine Webseite zu betreiben erfordert halt auch ein Lesen der Kommentare…

Aber joaaaa, es ist halt nicht hipp und schick. Und ganz im ernst und unter uns – wer will schon so komische „andere Leute“ da haben nicht wahr?

Es frustet wie kurz gedacht wird.
Wie wenig überlegt wird.
Wie sehr sich Locations, Webseiten, (Arzt/Therapeuten)Praxen und Kanzleien in ihrer eigenen Präsentation aalen, aber nicht einmal dran denken ob jeder Mensch da überhaupt hinkommt. Es ist toll wie viele Auszeichnungen als beste wasauchimmer da wer bekommen hat – ich hab davon nichts. Und auch viele andere nicht. Aber hei, wir alle wissen wie supertoll da jemand ist.

Ich höre schon die Stimmen mancher „ja dann schreib da doch hin“ „was willst du denn noch“ „zu hohe Erwartungen“ „warum sollte sich da jemand nach Dir richten“ „frag doch nach“ „ja Gott, dann gehste da halt nicht hin“ „hast es denen schon mal gesagt dass da Angaben auf der HP fehlen?“ *
Hallo?
Wieso soll ich auf nen netten Abend mit Cocktail, Bier, Wein oder was auch immer verzichten?
Wieso muss ICH da etwas fordern? Wieso muss ICH aktiv werden? Meine Zeit investieren? Mir teilweise dumme Kommentare anhören wie bei Anwälten und Therapeuten zu Genüge passiert ist?
Ich hab da Arbeit, Zeit, Stress. Und jeder andere betroffene Mensch auch.
Wo ist das Problem ne Zeile irgendwo auf die Webseite zu packen wo einfach jeder Bescheid weiß? Kostet doch am wenigsten Ressourcen für alle.
Kundenservice.
Bringschuld.

Diese Ignoranz ist echt unbeschreiblich.
Ich muss davon ausgehen, dass fast alle kein Interesse an gehandicapten Kunden/Klienten/Gästen haben.

So zur Erinnerung:
Es kann jeden treffen.
JEDEN.
Auch den Anwalt im edlen Altbau an der Alster.
Auch den Therapeuten im schicken Eppendorf.
Auch den Betreiber der hippen Location in Eimsbüttel.

Kleiner Tipp: ein Knochenbruch kann schon ausreichen einen zu „handicappen“, geht manchmal schneller als einem lieb ist…

Und: behindert ist mensch nicht, behindert wird mensch.

*diese Kommentare habe ich mehrfach in diversen Variationen in Gesprächen zu hören bekommen, mit dem entsprechenden Tonfall.

W T F FB?!

Morgens um drei möchte ich nichtsahnend eben fix in Spotify in ein Lied reinhören.

Oh, Spoti lässt mich nicht, will dass ich mich mit FB verbinde.
Mhhhh, bin ich eigentlich, aber ok, gab ja einige Updates, also eben fix neu in FB einloggen.
Wie, ich kann mich nicht einloggen, mooooooment mal. Mein Name ist nicht „echt“? Mit Verweis auf die Nutzerbedingungen soll ich meinen wahren Namen angeben?
Ah ha. Ich heiße also nicht so wie da steht.

Was Facebook nicht alles weiss. Oder zu wissen meint.

W T F?

Aber gut, gibt es eben einen „echter“ klingenden Namen.
Ich muss ja nochmal auf den Account zugreifen.

Weg mit der Krake

Ich habe mich entschlossen die (Daten)Krake Facebook loszuwerden.
Ich brauche sie nicht, ich nutze sie kaum noch – und mir ist das alles schlicht zu blöd.

Da ich von einigen „Facebook-loswerd-Horrortrips“ gehört habe bin ich ganz gespannt wie es bei mir wohl ablaufen wird.
Ob und wie ich es schaffe dass der Account gelöscht wird.
Komplett gelöscht.

Ich werde hier im Blog von meiner „Entfacebookisierung“ berichten, von allen erwarteten Widrigkeiten und vielleicht auch Überraschungen.
Ich bin gespannt.

Ich denke schon länger darüber nach Facebook zu entsorgen.
Es gab eine Zeit, da habe ich viel und gerne diese ganzen Spielchen gespielt. Ja, es hat Spaß gemacht, warum auch nicht. Und natürlich habe ich alte Wegbegleiter von früher gesucht und gefunden und natürlich gibt es eine Handvoll Kontakte die ich dank Facebook über Jahre hinweg gehalten habe. Wenn auch nur sehr sehr sporadisch, aber immerhin sind da recht ungezwungene Kontaktmöglichkeiten.

Mittlerweile liegt Facebook brach. Ich schaue sehr selten bei einigen wenigen sehr gezielt nach Postings, und alle Jubeljahre gibt es mal eine private Nachricht. Spotify und die ein oder andere Handyanwendung sind mit dem Facebookaccount verknüpft.
Spielen tu ich schon länger nicht mehr.

NaBloPoMo – Ende

Nun ist der Juli, und mit ihm der NaBloPoMo, vorbei.
Danke @makellosmag fürs „ins Leben rufen“ der Aktion.

Auch wenn ich diverse Tage übersprungen habe und gerade gegen Ende nicht wirklich bei der Stange geblieben bin hat es Spaß gemacht. Und nur weil ich nichts geschrieben habe heißt es nicht, ich mir nicht über das Tagesthema Gedanken gemacht habe oder dass es nicht auf meinem Rechner einen Text dazu gibt.

Ein Tagesthema zu haben erleichtert das Schreiben ungemein, vor allem wenn die Themen „einfach“ und kurz sind. Keine Tagespolitik, keine Weltfriedenserklärungen, keine großen schweren Themen. Die natürlich genauso in ein Blog gehören wie alles andere auch.
Aber gerade wenn es einem schwer fällt zu schreiben oder überhaupt loszulegen sind kleine leichte perlende Themen ein guter Einstieg.

Ich hab im Kopf tausend Dinge, die ich gerne ausformulieren möchte, aber es ist schwierig es zufriedenstellend hinzubekommen. Vor allem weil es eben etwas komplexere Themen sind oder persönlichere Dinge, die wohlüberlegt sein müssen.

Ich habe für mich aus diesem Monat rausgezogen, dass ich einfach losschreiben muss. In Etappen, in Häppchen, mit kleinem Zeitfenster, auch mal kleine Themen, egal ob es andere interessant finden. Ob was davon den Weg ins Blog findet werde ich dann sehen. Aber wenn ich nicht losschreibe hab ich auch nichts was ins Blog könnte. Einfache Sache.

Auch daß @lasersushi vor einigen Tagen die Liste mit den „über Computerspiele schreibenden Frauen“ angefangen hat hat mich motiviert vielleicht mehr über Spiele zu schreiben. Wenn ich schon einen großen Teil meiner Zeit in dem ein oder anderen Spiel verbringe kann ich auch was darüber schreiben. Denke ich.

Aber wann und wie und in welchem Umfang und in welcher Art – ich möchte mich nicht unter Druck setzen oder setzen lassen. Wenn es etwas gibt gibt’s was, wenn nicht ist halt mal n paar Tage oder Wochen Stille im Blog.

Und es war schön die Gedanken anderer zu den Themen zu lesen, und auch deren Blogs zu durchstöbern. Werde bei den meisten sicherlich öfter reinschauen.