30DaysMusicChallenge

Mein erster Blogpost in 2017 wird ein täglicher länger werdender Text voller Musik werden.

Nachdem die #30DaysMusicChallenge seit Tagen in meiner Twittertimeline immer wieder auftaucht dachte ich, ich mache da auch mit. Allerdings im Blog.
Hier ist Platz für ein wenig Text dabei, für Mehrfachnennungen – und es geht nicht unter im Twittergewusel.

Tag 1: A song you like with a colour in the title
Black Moon – Wilco

Das Lied gefällt mir im Moment sehr gut, ich mag die Stimme und die eher ruhigere Stimmung.
Hörenswert auch:
Black Hole Sun – Sundgarden, Black Coffee – Sinéad O‘Conner, Orange Sky – Alexi Murdoch, Grey Room – Damien Rice, Golden Cage – The Whitest Boy Alive, A whiter Shade of Pale – Procul Harum

Tag 2: A song you like with a number in the title
Seven Devils – Florence and the Machine
Geiles Lied, geile Stimme.
Hörenswert auch
50 ways to leave your lover – Paul Simon

Tag 3: A song that reminds you of summertime
Schon am dritten Tag wird es schwer für mich.
Ich bin kein Sommermensch (mehr), und typische Sommermusik gibt es für mich nicht.
Hab nichts was mich an den Sommer erinnert im Repertoire. Nichts nada nischt niente.
Ein Lied welches mit an Winter, Frühling oder Herbst erinnert hab ich allerdings auch nicht.

Tag 4: A song that reminds you of someone you would rather forget about
Plain White T’s – Hey There Delilah
Dieses Lied verbinde ich mit einer Person, die fast mal Freund war, aber mittlerweile nur noch unangenehm ist. Wenn sie denn mal auftaucht ist sie idR betrunken und wird aufdringlich.
Zum Glück sind diese Momente sehr selten und auch nur virtuell.
Ich mach das Lied aber nicht aus wenn es im Radio kommt, das seh ich gar nicht ein.

Tag 5: A song that needs to be played LOUD
Keine Frage: Darude – Sandstorm
Das dürfen unsere Nachbarn jetzt gerade auch erleben. Um halb 8 morgens. Ok, die Boxen sind nicht ganz so aufgedreht wie sie sein könnten ^^
Eigentlich stehe ich nicht so auf diese Art von Musik, aber dieses Lied ist einfach nur Hammer und pustet die Ohren durch.
Sehr gut macht sich laut auch: Sabotage – Beastie Boys

Tag 6: a song that makes you want to dance
Ähm ja. Ich bin nicht so der Tanztyp. Klar gibt es Lieder da „juckts einem in den Füßen“. Aber je mehr ich gerade nachdenke umso weniger fällt mir einer ein. Mein Tanzen ist auch eher ein „ich wedel mit den Händen und zucke in den Schultern“

Tag 7: a song to drive to
Wir haben hören auf längeren Fahrten IMMER Tenacious D – Tribute. Und selbstverständlich wird LAUT mitgegrölt. Das macht jede Autofahrt zu einem „Erlebnis“ und ist Standard.
Gut bei Autofahrten kommt natürlich auch Lil John & The East Side Boyz – Get Low. Need for Speed Underground Spieler werdens kennen ^^

Tag 8: a song about drugs or alcohol
White Rabbit – Jefferson Airplane
Ein hörbares und bekanntes Cover von dem Lied ist von Emiliana Torrini, bekannt aus dem Film Sucker Punch.

Tag 9:  a song that makes you happy
If you wanna be happy for the rest of your life – Jimmy Soul
Aus dem Film Meerjungfrauen küssen besser.

Tag 10: a song that makes you sad
Traurig macht mich Musik nicht. Eher melancholisch vielleicht.
Auf alle Fälle geht dieses Lied in die Richtung: Dit-elle von Jorane.

Tag 11: a song you never get tired of
Uh, ein Lied welches ich immer hören kann. Uff. Meine Playlist hat da ein paar Lieder die immer wieder bei mir laufen, und bei denen ich auch begeistert mitsinge, meine Nachbarn mögen es mir verzeihen.
Ich glaube der Klassiker Bohemian Rhapsody von Queen ist eines der Lieder, auf die es am meisten zutrifft dass ich mich daran nicht überhöre.

Tag 12: a song from your preteen years
Oh je, da ich 76 geboren bin zählt ja alles bis 89/90.
Nachdem ich gerade die Top 100 Jahrescharts der 80er durchgesehen hab musste ich bei einem Lied sofort nicken und wusste – jepp, das hast du damals immer mitgesungen, obwohl du es nicht so toll fandest. Milli Vanilli – Girl you know it’s true von 1988.
Erwähnenswert auch noch: Push it – Salt n Pepa, The Look – Roxette (das haben wir sogar in der Schule im Musikunterricht gesungen), Like a Prayer – Madonna

Tag 13: one of your favourites 70s songs
Was ich früher sehr sehr gern gehört habe, und wo ich heute immer noch große Teile des Textes drauf hab ist Cecilia von Simon & Garfunkel. Die 70er sind aber voll von guter Musik, ich sag nur Queen.

Tag 14: a song that you would love played at your wedding
Ein Hochzeitslied?!
Sowas schmalziges und kitschiges gabs nicht bei uns.
Und ich finde diese Hochzeiten mit Lied und Party und so furchtbar.

NaBloPoMo Tag 3 – Geheimnisse

Geheimnisse
Schreibe über etwas, was die meisten Menschen nicht von dir wissen oder dir nicht zutrauen würden.

„Sage mal, gibt es etwas was die meisten nicht von mir wissen oder mir nicht zutrauen würden?“
„Mh, öhm.“ [Pause] „Dass Du meisterhaft Blockflöte spielst“.
„Na ja, meisterhaft ist anders“
„Na, wie würdest Du es nennen? Amateurhaft?“
„joa“
„ach komm, es ist schon mehr als das“.

Ok, ja, das nehmen wir mal so hin.
Und es stimmt. Die meisten meiner Bekannten wissen das nicht. Weil. Ja weil.
Weil ich nicht mehr aktiv spiele. Habe seit vielen Jahren nicht mehr gespielt.
Und weil es irgendwie auch egal ist, da die meisten meiner Bekannten Zockerkollegen sind. Wann kommt man da schon mal auf andere Dinge als „Standard-Musik“ zu sprechen.
Einige bessere Bekannte wissen zumindest, dass ich mal lange gespielt habe und auch mal Musik studieren wollte. Was aber nicht ein Gramm darüber aussagt wie gut oder schlecht ich spielen kann bzw. konnte.
Und weil es Gründe hat warum ich nicht mehr spielen kann. Mag. Will.

Jetzt beim Tippen fallen mir noch einige Dinge ein, die viele nicht wissen und mir nie nie nie zutrauen würden. Alles in allem nichts schlimmes, und auch nichts wofür ich mich schämen würde, aber bei manchen Dingen wäre es mir sehr unangenehm wenn z.B meine Eltern davon Wind bekämen. Und es wäre auch nicht folgenlos wenn sie davon wüssten, von daher bleiben manche Dinge auch bei mir.

Und sonst – wer weiß z.B. schon dass es in einer eindeutigen Fotocommunity mehr als nichtjugendfreie Bilder von mir gibt? Oder gab, weil „das Internet vergisst nie“?

Und ich glaube es ist gut dass mensch Geheimnisse hat. Solange sie niemandem schaden oder geschadet haben ist da nichts bei. Ich vertraue einfach auf meine Menschenkenntnis dass meine Bekannten nicht ernsthaft „Dreck am Stecken haben“

Grand Prix…

Mein erster bewusst wahrgenommener GP war der mit Guildo Horn.
Ende der 90er. Im Studentenwohnheim.
Große Feier, viel Bier, viel Gegröle, Wetten.
Sehr befremdlich alles. Sehr surreal alles.
Mittelprächtige bis schlechte Musik in miesem Ambiente – aber feiern.
Und das war jedes Jahr. Jedes Jahr zum GP feierte praktisch der ganze Flur eine große Party.

Meine GP-Erinnerungen die ich habe, nach Guildo Horns Gehopse, sind rar.
Es war Thema meines Einstellungsgespräches nach dem Abbruch meines Studiums.
Es war der ablenkende Lichtblick in einem viermonatigen Klinikaufenthalt.
Es war die Blaulichtfahrt in die Notaufnahme der Uniklinik

Ich habe immer wieder versucht den GP zu schauen. Vielleicht finde ich ja mal gut was ich da sehe. Vielleicht verstehe ich ja mal den Hype…
Und – nein. Nein, ich verstehe ihn nicht.
Es ist mir ein Rätsel, wie jedes Jahr sogar Fanmeilen voller Menschen entrückt grölen und kreischen und eine tolle große Party feiern. Mit Deutschlandfahnen. Wie bei einer WM.
Menschen, die diese Musik normalerweise nicht mal mit der Kneifzange anfassen würden.
Menschen, die das alles voll peinlich und schrecklich finden – und da ein Bier drauf trinken und dann wieder grölend in der Masse abtauchen.

Schon die Vorentscheide sind seit Jahren ein Event, als ob es dort um Leben und Tod der Musikszene gehen würde. Als ob der GP der Türöffner und das große Heilsversprechen wäre.
Sry Leute, aber der GP ist sowas von Banane.
Kaum einer erinnert sich an die Sänger und Lieder dort.
Wegen Banalität aus der Erinnerung gelöscht. Wie kann jemand, der ernsthaft Musik betreiben möchte, dort ernsthaft auftreten wollen und sich sogar was davon versprechen?
Was bedeutet denn ein GP-Sieg? Einige Wochen Fame? Einige verkaufte Platten? One-Hit-Wonder, wenn überhaupt? Einmal „der Stolz Deutschlands“ sein zu dürfen? Die, die nach dem GP „etwas“ erreicht haben sind relativ wenige…

Vielleicht war die Entscheidung A.Kümmerts überhaupt zu dem Vorentscheid zu fahren falsch.
Vielleicht war es auch gut dass er hingefahren ist.
Vielleicht hätte er früher die Reißleine ziehen sollen, aus „Fairness“ den anderen Kandidaten und Kandidatinnen gegenüber.
Vielleicht war es aber auch gut so wie es war.
Vielleicht hätte wäre wenn falls ob und überhaupt.
Es ist egal. Er hat sich gegen den Zirkus, den er kurz betreten hat, entschieden.

Vielleicht hätte er Chancen gehabt den GP zu gewinnen.
Vielleicht wäre er komplett untergegangen.
Auf alle Fälle hätten er und die ganze GlitzerParty nicht zusammengepasst. Und das scheint ihm klar geworden zu sein.

Und es ist scheissegal was das Partyvolk davon hält.
Und es ist scheissegal was die Presse davon hält.
Und es ist scheissegal was ich davon halte.
Und es ist scheissegal was Du davon hältst.

Denn ist ganz allein seine Sache.
Seine Entscheidung.
Und wenn er so damit schlafen kann und in den Spiegel schauen kann dann war es gut.
Für ihn.

Und das erste Mal freue ich mich beim Thema GP. Weil da jemand sein Ding durchgezogen hat und drauf geschissen hat was die heile Welt will.

DAS wird etwas sein, was ich nicht vergessen werde und zu den wenigen Erinnerungen „Grand-Prix“ hinzufügen werde.
Mit einem breiten Lächeln.

Danke dafür.